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Die Bahnhofsmissionen sind mit ihren ca. 1.500 Mitarbeitenden zentrale Knotenpunkte
des sozialen Netzwerks. Sie helfen jedem, sofort, gratis und ohne Anmeldung oder
Voraussetzungen – häufig zu Uhrzeiten, zu denen andere Hilfe nicht erreichbar ist.
Das tun sie seit inzwischen weit über hundert Jahren und an derzeit fast hundert Orten
in Deutschland.
 
Sie arbeiten unbürokratisch und für den Hilfesuchenden anonym. Sie sind mit anderen
Helfern bestens vernetzt. Ihr Spektrum erstreckt sich vom gereichten Pflaster
und verständnisvollen Zuhören über Reisenden-Begleitung (zum Beispiel für Kinder, alte
oder behinderte Menschen) bis hin zur Hilfe für Wohnungslose oder Selbstmordgefährdete.
 
Die Bahnhofsmissionen sind Einrichtungen der Evangelischen und der Katholischen Kirche.
Für sie verfügt jeder Mensch in jeder Lebenssituation über gleich viel Wert und Würde.
Häufig geht es beim Helfen darum, die Entfaltung der individuellen Eigenkräfte in Gang
zu setzen.
 
Die Bahnhofsmissionen sind nicht Berufs-Helfern vorbehalten. Sie bieten jedem
Engagierten die Chance zur Mitarbeit.
 
Wegen zunehmender Armut sowie rückläufiger Kirchensteuern und öffentlicher Mittel
sind die Bahnhofsmissionen derzeit verstärkt auf Spenden und Zuwendungen
angewiesen, um ihre Arbeit wie bisher fortsetzen zu können.