20. MAI 2010

Präses Schneider lobt ökumenische Eintracht

Bahnhofsmission feiert großen Festgottesdienst auf dem Kirchentag

MÜNCHEN. Im Herzen Münchens und an einem zentralen Schauplatz des Kirchentages feierten die Bahnhofsmissionen ihren großen Festgottesdienst. Anlass war das 100-jährige Bestehen der ökumenischen Zusammenarbeit in der Konferenz Kirchlicher Bahnhofsmission (KKBM). Dass trotz des nasskalten Wetters ca. 300 bis 500 Menschen vor der Bühne auf dem Marienplatz vor dem Münchener Rathaus stehen blieben, war in erster Linie der Band Lewczuk³ aus Mannheim sowie den dreißig Bläsern des Posauenchors Anhalt und Pfalz zu verdanken. Mit ihrer schwungvollen und professionellen Musik ließen sie Passanten wie Gottesdienstbesucher und -besucherinnen aufhorchen. Als die O-Töne von Gästen aus der Bahnhofsmission München über den Marienplatz hallten, waren auch diejenigen im Gottesdienst präsent, um die es in der Bahnhofsmissionsarbeit in erster Linie geht.

In seiner Predigt ging Präses Nikolaus Schneider, Vorsitzender des Rates der Ev. Kirche in Deutschland, auf die Arbeit der Bahnhofsmissionen ein: „Gerade die Bahnhöfe sind Orte von Glanz und Elend, Licht und Schatten, Eleganz und Abgerissensein. Arme suchen die Bahnhöfe gerne auf. Ein warmer Ort, Abwechslung und an 100 Bahnhöfen ökumenische Bahnhofsmissionen: Orte, die von 2,2 Millionen Menschen pro Jahr in Anspruch genommen werden. Das sind sicherlich nicht nur Arme, Gedemütigte und Zerschlagene. Aber sehr viele sind genau das, darunter immer mehr junge Leute. Körper, Geist und Herz werden dort erquickt … Gottesnähe wird in mit menschlicher Nähe und Hilfe konkret erfahrbar – in ökumenischer Eintracht vermittelt.“

Der Weihbischof der Diözese München-Freising, Dr. Franz Dietl würdigte die Arbeit der Bahnhofsmissionen in seiner Predigt: „Es waren weise, gute und auch mutige Frauen und Männer, die 1910, vor nunmehr 100 Jahren, in Deutschland die Arbeitsgemeinschaft ökumenisch-kirchlicher Bahnhofsmission gegründet haben. Wahrhaftig ein Grund, dieses Ereignis und seine großartige Entwicklungsgeschichte im Ökumenischen Kirchentag des Jahres 2010 herauszustellen und zu würdigen. In all den Jahren und Jahrzehnten ist ein reicher Schatz an ökumenischer Erfahrung und Begegnung gewachsen. Die großen Bahnhöfe in unserem Land sind zu Orten ökumenisch-pastoraler und diakonal-caritativer Bewährung geworden und geben so Zeugnis für den lieben Gott.“

Mehr als 100 Bahnhofsmissionare und -missionarinnen waren extra für den Gottesdienst aus ganz Deutschland nach München gereist. Ihre blauen Westen und die Bahnhofsmissionsluftballons waren auf dem Marienplatz nicht zu übersehen. Wer erst einmal auf das Logo der Bahnhofsmissionen aufmerksam geworden war, der begegnete ihm auf dem Kirchentag immer wieder: Am Präsentationsstand der Bahnhofsmission in den Messehallen, in der Ausstellung der bayerischen Bahnhofsmissionen im Alten Rathaus, auf einer Podiumsdiskussion der BM München im Lenbachhaus und nicht zuletzt im Hauptbahnhof und überall dort, wo die fleißigen Helferinnen und Helfer der Bahnhofsmissionen die Sonderausgabe der Zeitung „gleis eins“ zum Kirchentag verteilten.


 


 
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