3. FEBRUAR 2012

Immer mehr ältere Wohnungslose

Bahnhofsmissionen sind und bleiben Seismograph der Gesellschaft

 

Die Anzahl alter wohnungsloser Menschen nimmt immer mehr zu. Das haben die Bahnhofsmissionen in Baden festgestellt, die sich Anfang Februar auf dem Kongress Soziale Arbeit der Diakonie unter dem Motto „Würde“ getroffen haben.

„Wer wissen möchte, wie es mit der Menschenwürde in unserer Gesellschaft bestellt ist, der sieht dies in den Bahnhofsmissionen,“ so Christian Bakemeier vom Diakonischen Werk der Evangelischen Kirche in Deutschland. „Nach wie vor sind die Bahnhofsmissionen ein Seismograph der Gesellschaft,“ so Bakemeier.

So erleben die Mitarbeitenden der Bahnhofsmissionen auch, wie Menschen Entwürdigung erleben. Zum Beispiel Frauen aus Osteuropa die keine deutsche Krankenversicherung haben, Menschen, die sich durch Missbrauch entwürdigt fühlen, Menschen am Rande der Selbstaufgabe, weil sie bedürftig geworden sind.

 
Die Bahnhofsmissionen können soziale Probleme beim Namen nennen. Sie sollten das vor Ort noch mehr tun und andere dazu mit ins Bott holen,“ so Magdalena Moser, im Diakonischen Werk Baden zuständig für die Arbeit der Bahnhofsmission und Mitglied Konferenz der Kirchlichen Bahnhofsmissionen in Deutschland.
 
In die Bahnhofsmissionen in Baden-Württemberg kommen jährlich mehr als 285.000 Menschen. Allein in den badischen Bahnhofsmissionen sind es 101.600 junge und alte Menschen.
 
Die Veranstaltung in Bad Herrenalb ist der größte  Kongress der Diakonie Baden. Er findet alle zwei Jahre statt. Mehr als 200 Fachleute  aus Politik und sozialer Arbeit befassen sich auf der Veranstaltung mit dem diesjährigen  Thema „Die Würde des Menschen ist unantastbar“. [Diakonie Baden]

Aktuelle Bilder und Infos auch bei Facebook unter: www.facebook.com/diakoniebaden


 
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