BAHNHOFSMISSION KREFELD

Blaue Westen stehen für sichere Zugfahrt

Ein selbstständiges Leben zu führen, ist für immer mehr Menschen mit körperlicher oder geistiger Behinderung selbstverständlich. Sie wohnen in ihrer eigenen vier Wänden  oder in einer Wohngruppe; Unterstützung im Alltag erhalten sie von stationären Einrichtungen und mobilen Diensten. Eine unüberwindliche Hürde bleibt jedoch oft die Mobilität, denn Reisen mit öffentlichen Verkehrsmitteln bedeutet für viele eine Herausforderung. Dafür ist jetzt die Bahnhofsmission Krefeld zur Stelle: Ehrenamtliche unterstützen hilfebedürftige Reisende nicht nur am Bahnhof, sondern sind während der gesamten Zugfahrt an deren Seite.

Bahnfans für ehrenamtliche Begleitung gesucht
„Bahnfahren und dabei helfen“, fasst Ute Clevers die Aufgabe der Ehrenamtlichen kurz zusammen: „Wer gerne mit dem Zug unterwegs ist und sich engagieren möchte, der ist bei uns genau richtig“. Die Leiterin der Bahnhofsmission Krefeld weiß, dass der Bedarf für dieses Angebot im Kreis Viersen groß ist. „Hier gibt es traditionell viele große soziale Einrichtungen, die zunehmend auf ambulantes Wohnen setzen.“ Darüber hinaus gebe es immer mehr ältere Menschen, die gerade in ländlichen Gegenden wie am Niederrhein mit weiten Wegen und eingeschränktem Nahverkehrsangebot zu kämpfen hätten.

 

Gut erreichbar: Spenden finanzieren internetfähige Telefone
Um das Projekt „Mobilität schafft Teilhabe“ auf den Weg zu bringen, haben zwei große Stiftungen für drei Jahre ihre finanzielle Unterstützung zugesagt. Auch aus den Spendeneinnahmen des Bundesverbandes der Bahnhofsmission fließt Geld in das Angebot. Mit dem Geld wird unter anderem die technische Ausstattung der Ehrenamtlichen gesichert: Sie sind mit einem internetfähigen Telefon unterwegs gut erreichbar und können Reisende informieren.

Die Helfer sind in den Regionalbahnen im Kreis Viersen unterwegs. Sie helfen schon auf dem Bahnsteig beim Umgang mit dem Fahrkartenautomaten, sind im Zug zu Stelle, wenn es Schwierigkeiten gibt, und helfen am Zielort, ein Taxi zu finden oder Ähnliches. Die Ehrenamtlichen der Bahnhofsmission können dabei umsonst mitreisen.

„Reisende, die eine Begleitung in Anspruch nehmen möchten, können sich bei der Bahnhofsmission Krefeld melden“, sagt Clevers. „Darüber hinaus wollen wir aber auch einfach im Zug präsent sein. Jeder, der unterwegs Hilfe braucht, kann unsere Mitarbeitenden in den blauen Westen jederzeit ansprechen“, so die Diplom-Sozialpädagogin.


Ihr Weg zur Bahnhofsmission

Wer Hilfe beim Reisen im Kreis Viersen benötigt oder die Bahnhofsmission durch ehrenamtliches Engagement oder Spenden unterstützen möchte, wendet sich bitte an:

Bahnhofsmission Krefeld
Tel. 02151 31 40 50
E-Mail: bahnhofsmission@diakonie-krefeld-viersen.de


 
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