18. FEBRUAR 2016

Flüchtlinge in Deutschland: Allianz für Weltoffenheit gegründet

Ein breites, zivilgesellschaftliches Bündnis hat am 11. Februar 2016 eine „Allianz für Weltoffenheit“ gegründet. Sie wollen in der Flüchtlingsdiskussion ein  konstruktives, positives Zeichen setzen.

Getragen wird der Aufruf für eine „Allianz für Weltoffenheit, Solidarität, Demokratie und Rechtsstaat“ von zehn Verbänden und Organisationen. Mit dabei sind die Wohlfahrtsverbänden, Gewerkschaften, Arbeitgeber, die evangelische und die katholische Kirche, der Zentralrat der Juden, der Koordinationsrat der Muslime, der Olympische Sportbund, der Deutsche Kulturrat und der Naturschutzring.

Sie fordern eine sachliche, lösungsorientierte Debatte, die menschenfeindlichen Haltungen und rechtsextremen Angriffen entschlossen entgegentritt und sich gleichzeitig einsetzt für eine gelingende Integration. Zugleich mahnt das Bündnis Lösungen an, die keinen ausschließt und auch von Arbeitslosigkeit und Armut betroffene Menschen im Blick behält.

Die Diakonie unterstützt dieses Bündnis. Dazu Diakonie-Präsident Ulrich Lilie: „Mehr als 500 Angriffe gegen Flüchtlinge und ihre Unterkünfte im letzten Jahr zeigen, dass noch nicht jeder in unserer Gesellschaft verstanden hat, dass die Würde jedes einzelnen Menschen unantastbar ist. Die Diakonie unterstützt das Ziel der Allianz, gemeinsam mit der Politik die geflüchteten Menschen schnellstmöglich zu integrieren und soziale und gesellschaftliche Spaltungen zu verhindern. Dazu müssen wir die Ängste besorgter Bürger ernst nehmen und mit ihnen einen konstruktiven Dialog suchen. Aber wir müssen auch ganz klare Kante zeigen gegen jegliche rechtsextreme, menschenfeindliche Äußerungen und Handlungen gegenüber Fremden, Polizeikräften, Medien und Helfern.“

Hier finden Sie den Aufruf im Wortlaut

 

 


 
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