Am 1. November beginnt in vielen Städten und Gemeinden in Deutschland die Kältehilfe für obdachlose Menschen. Die Diakonie stellt bundesweit hunderte zusätzliche Übernachtungs- und Aufenthaltsplätze zur Verfügung. Zum Start der Kältehilfe fordert die Diakonie Deutschland, Hilfsangebote zu finanzieren, damit Menschen ihre Wohnung nicht verlieren. Mehr...
„Wenn es kalt wird, wird es für wohnungslose Menschen, die auf der Straße leben, mitunter lebensgefährlich“, sagte Elke Ronneberger, Bundesvorständin Sozialpolitik der Diakonie Deutschland. „Umso wichtiger ist es, dass es ausreichend viele Übernachtungs- und Aufenthaltsplätze gibt, die Schutz vor Kälte bieten. Städte und Gemeinden sind hier gefordert, genügend warme Orte bereitzustellen und zu finanzieren.“
Ronneberger betonte, dass der beste Schutz vor Kälte die eigene Wohnung bleibe. Deshalb müsse die Prävention von Wohnungsverlusten stärker in den Fokus rücken. „Wir brauchen flächendeckend zentrale Fachstellen, an die sich Menschen bei Mietrückständen oder Kündigungen wenden können. Frühzeitige Beratung kann verhindern, dass Menschen ihre Wohnung verlieren“, so Ronneberger.
Die Diakonie weist darauf hin, dass Prävention nicht nur sozial notwendig, sondern auch wirtschaftlich sinnvoll sei. „Jede Wohnung, die erhalten werden kann, ist für Städte und Gemeinden günstiger als eine Unterbringung in einer Wohnungslosenunterkunft“, so die Sozialvorständin weiter.
Nach dem Wohnungslosenbericht 2024 leben in Deutschland aktuell rund 47.300 Menschen auf der Straße oder in Behelfsunterkünften. Besonders im Winter sind sie der Kälte schutzlos ausgeliefert. Immer wieder kommt es zu tragischen Todesfällen – obdachlose Menschen erfrieren unter Brücken, auf Parkbänken oder in verlassenen Gebäuden.
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