Netzwerk Bahnhofsmission
In Deutschland gibt es mit derzeit gut 100 Bahnhofsmissionen ein dichtes, historisch gewachsenes Netz, dessen Geschichte bis zur Gründung der ersten Bahnhofsmission im Jahr 1894 zurückreicht.
Die verschiedenen - selbstständigen - lokalen Bahnhofsmissionen werden personell und finanziell von den Wohlfahrtsverbänden der Evangelischen und der Katholischen Kirche (z. B. Caritas, Diakonie, IN VIA) und ihren regionalen und lokalen Organisationen) getragen. Oft arbeiten katholische und evangelische Träger dabei vor Ort ökumenisch zusammen.
Bahnhofsmissionen haben eine oder zwei Leitende, meist wenige fest angestellte und häufig viele ehrenamtliche Mitarbeitende. Dazu kommen Absolventi*nnen eines freiwilligen sozialen Jahres oder der Bundesfreiwilligendienstes, Beschäftigte des zweiten Arbeitsmarktes sowie eine Vielzahl von Praktikant*innen.
Aus der gemeinsamen Idee und der langen Zusammenarbeit der Bahnhofsmissionen entstanden nach und nach Strukturen, die Bahnhofsmissionen regional und konfessionell zusammengefasst haben und heute eine gemeinsame, koordinierte Arbeit sicherstellen und nach gemeinsamen Standards arbeiten.
Das ökumenische Dach der Bahnhofsmission bildet seit 2019 der Bahnhofsmission Deutschland e.V., in dem sich die Evangelische und Katholische Bahnhofsmission zusammengeschlossen haben.
Caritasdirektor i.R. Josef Lüttig ist katholischer Vorsitzender des Bahnhofsmission Deutschland e.V.
Diakoniepräsident i.R. Pfarrer Klaus-Dieter Kottnik ist evangelischer Vorsitzender des Bahnhofsmission Deutschland e.V.