25.09.2026

Gedanken zum Schutzengelfest von Birgit Persch-Klein

Schutzengelfest

Das Gebet zu den Schutzengeln gehörte in meiner Kindheit zu den allabendlichen Ritualen. Unser Vater begann mit den ersten Worten und wir, die den Text natürlich auswendig konnten, stimmten mit ein. Vielleicht spürten wir in diesen Gebeten intuitiv, dass es etwas gibt, das uns auf unserem Weg durchs Leben begleitet.

Die Sehnsucht nach einem Begleiter lässt Menschen offenbar nicht los. Engel sind deshalb nicht nur für Kinder faszinierend – Engel haben und hatten scheinbar schon immer Konjunktur, nicht nur zur Weihnachtszeit. Beim Einkaufen begegnen sie uns im blauen Gewand für den Umweltschutz. "Angel...", tönt es im Radio. Und man ist erleichtert, wenn ein „Gelber Engel“ bei der Autopanne hilft. Engel erscheinen auf Glückwunschkarten, als rundlich-fröhliche Putten oder Harfe spielende Flügelwesen. Und viele Menschen sprechen ganz selbstverständlich von ihrem Schutzengel.

„Du bist mein Schutzengel!“ – oder: „Da habe ich bestimmt einen guten Schutzengel gehabt!“ In diesen Sätzen steckt mehr als Kitsch und Dekoration. Sie drücken aus, dass unser Leben nicht allein in unserer Hand liegt. Etwas oder Jemand hat uns getragen oder uns in einer schwierigen Lage beigestanden. Manchmal erkennen wir erst im Rückblick: Wir waren nicht alleine unterwegs.

Im Christentum sind Engel Boten Gottes. Sie erinnern daran, dass Gott die Menschen nicht sich selbst überlässt, sondern sie begleitet und beschützt.

Engel symbolisieren, was wir Menschen auf unserem Lebensweg benötigen: Jemanden, der bei uns ist, uns unterstützt, vielleicht auch an die Hand nimmt. Jemanden, der da ist, wenn wir Hilfe brauchen. Schauen Sie sich das nächste Mal, wenn Sie eine Bahnhofsmission besuchen, gut um: Ich bin mir sicher, dass Sie dort Engeln begegnen werden.

Porträt Birgit Persch-KleinBirgit Persch-Klein Diözesan-Referentin Ehrenamtliches Engagement & Gemeindecaritas

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