17. JULI 2022

Gedanken zum 5. Sonntag nach Trinitatis

„Aus Gnade seid ihr gerettet durch Glauben, und das nicht aus euch: Gottes Gabe ist es.“ (Epheser 2,8)

 

 

Gott kommt uns Menschen Nahe. Er liebt uns.

 

Innerer Halt und Innere Stärke wird uns durch Gottes Gnade geschenkt. Durch Gnade, die in der Person von Jesus Christus allen Menschen erschienen ist, im Glauben an ihn wirksam wird und so Stärke und Balance entfaltet. Der Glaube ist für uns Christen eine Orientierungshilfe im Leben.

Es kann eine Beziehung zwischen Gott und den Menschen entstehen. Diese Beziehung zu Gott bildet den Kern der christlichen Botschaft. Durch unsere Taufe werden wir in das Beziehungsgeflecht zwischen Gott und den Menschen gestellt. Unseren Glauben bekennen wir durch das Glaubensbekenntnis im Gottesdienst.

 

Meine Christenlehre- und Konfirmandenzeit war eine gute, aufregende Zeit. Ich hatte Menschen an meiner Seite, die mich behutsam an den Glauben herangeführt haben. Sie haben in mir einen guten Grundstein für meinen weiteren Lebensweg gelegt.  Mein Glaube ist unterschiedlich stark.  Der Glaube an Gott begleitet mich, leitet mich und führt mich durch das Leben.

 

In den Bahnhofsmissionen wird Nächstenliebe erfahrbar. Die Gnade Gottes die uns geschenkt wurde, versuchen wir in der täglichen Arbeit umzusetzen.  Indem Menschen zu uns kommen, die keine Voraussetzung mitbringen müssen. Z.B. keinen Ausweis und keine Bescheinigungen über ihr Einkommen. Aus dieser Zuversicht gehen wir an unsere tägliche Arbeit. Dort versuchen wir den anvertrauten Menschen wieder Orientierung und Halt im Leben zu geben.

 

Neulich bat mich ein Gast mit ihm zu beten, ein anderer Gast hat sich die Bibel geben lassen und hat darin gelesen. Werden beide die Nähe Gottes spüren können? Es liegt nicht in unserer Hand, aber Gott kann die Nähe schenken.

 

Ich wünsche mir sehr, dass die Menschen in den Kriegsgebieten ihren Glauben nicht verlieren und trotz alledem die Nähe Gottes spüren können.

 

Bleiben Sie behütet!

Heike Müller

Heike Müller

Leiterin der evangelischen

Bahnhofsmission Halle/S.