31. MÄRZ 2024

Gedanken zum Ostersonntag 2024

"Christus spricht: Ich war tot, und siehe, ich bin lebendig von Ewigkeit zu Ewigkeit und habe die Schlüssel des Todes und der Hölle“ Offenbarung 1,18

 

Liebe Leserin, lieber Leser,

 

kürzlich rätselte eine Zeitung, woher das Ei als christliches Symbol stammt. Nun, es ist bekannt, dass zu bestimmten Zeiten die harte Schale von innen aufgebrochen wird und das Wunder eines lebendigen Kükens ans Licht kommt. Beim Ei kann man von außen nicht sehen, was sich darin verbirgt und zum Vorschein kommen wird.

 

Das hat schon sehr frühzeitig die Christen angeregt, dies als christliches Symbol zu nehmen. Es ist damit ein gutes Sinnbild auch für unsere Zeit. Mit unseren Gedanken, Gefühlen, Erfahrungen und Sichtweisen stoßen wir auf so viele Härten. Wir hoffen, dass es anders wird. Aber wir können nicht erkennen, wie sich so manches, das uns bedrückt, zum Guten wendet.

 

Ostern ist das Fest, bei dem aufgezeigt wird, dass sich aus völlig hoffnungsloser Lage neues Leben ergeben kann. Das hat Christus mit seiner Auferstehung gezeigt. Vorher war sein Leben hoffnungslos ans Ende gekommen. Es kam anders.

 

Das ist der Grund unserer Hoffnung, wenn wir uns von dem Glauben an die Auferstehung Jesu anstecken lassen. Die harte Eierschale kann durchbrochen werden und Neues kann entstehen. Auch die Hölle kann aufbrechen wie die Schale eines Eis.

 

Wer so auf die Gegenwart schaut, wird nicht an ihr verzweifeln. Hoffnung verändert unser Leben schon jetzt. Und das macht frei, sich jetzt schon Menschen zuzuwenden, die ihr Leben in einer noch härteren Schale eingezwängt empfinden als wir. Hoffnung befähigt auch zur Liebe.

 

Ich wünsche Ihnen ein frohes und befreiendes Osterfest.

Klaus-Dieter Kottnik

Pfarrer der Württembergischen Landeskirche in Ruhe 

Vorsitzender des Bahnhofsmission Deutschland e.V.

Schreiben Sie ihm unter kd.kottnik@bahnhofsmission.de


Vorsitzender Bahnhofsmission Deutschland e.V.