11. JANUAR 2026

Gedanken zum Jahresanfang

"Welche der Geist Gottes treibt, die sind Gottes Kinder"  (Römerbrief 8,14)

 

In uns allen gibt es etwas, das uns vorantreibt und besonders zur Zeit des Jahreswechsels denkt man nochmal mehr über dieses Etwas nach. Es ist eine Zeit, in der wir Bestehendes resümieren und neu denken. Eine Zeit für frische Kraft und Motivation für neue Ziele.

 

Das tut nicht nur uns persönlich gut, dass tut uns auch in unseren Bahnhofsmissionen gut und nicht umsonst ist die Wandelbarkeit eine ihrer größten Stärken. Das Vergangene zu prüfen und die Zukunft neu zu gestalten. Dafür müssen wir gar nicht mal gleich alles neu machen, auch wenn es in der Jahreslosung für 2026 heißt: Gott spricht: Siehe, ich mache alles neu! (Offenbarung 21,5). Es ist schon so viel Gutes in dem, was wir tun und das wollen wir, wie es die vergangene Jahreslosung sagte, behalten. Doch neuer, frischer Wind hat noch auch niemandem geschadet.

 

Und so hoffe ich für uns alle, dass es ein Jahr wird, in dem wir mutig sind, in dem wir auch vor den schwierigen Aufgaben nicht zurückschrecken und in dem wir unsere christliche Position stark vertreten in den Unruhen dieser Zeit. Das können wir mit Altbewährtem, dem Dienst am Menschen, wie wir ihn tagtäglich vor Ort tun. Das können wir mit aufgefrischten und neuen Ideen umsetzen. Aber vor allem können wir das mit unserer Präsenz und unserer Stimme: Dort sein, wo sonst kaum jemand ist, dort zuhören, wo Stimmen leise sind und ganz besonders dort laut werden, wo andere keine Stimme mehr haben. In all diesem findet sich der Geist Gottes, ob wir ihn nun explizit als solchen benennen oder nicht. All dieses tun wir in seinem Sinne und somit sind wir alle Gottes Kinder.

Marieke Grupe

Leiterin der Bahnhofsmission Bremen