"So spricht der HERR, der dich geschaffen hat, Jakob, und dich gemacht hat, Israel: Fürchte dich nicht, denn ich habe dich erlöst; ich habe dich bei deinem Namen gerufen; du bist mein!" (Jesaja 43,1)
Manchmal sagt ein Lied mehr als viele Worte. Vielleicht haben Sie Zeit und Gelegenheit sich das Lied „Fürchte dich nicht“ von Samuel Harfst anzuhören, z.B. hier: https://www.youtube.com/watch?v=wYs6QTs8SSA&list=RDwYs6QTs8SSA&start_radio=1
Zum Fürchten ist viel in dieser Welt und auch am heutigen Tag. Was macht Ihnen gerade Angst? Vor was fürchten sich die Menschen in Ihrer Umgebung oder in Ihrer Bahnhofsmission?
Kälte, Dunkelheit und Schmerz gibt es viel zu oft auch im Juli. Tränen, Wunden, Verzweiflung, Zweifeln, Mauern, furchterregende Riesen… Da kann einem schnell auch mal das Gottvertrauen verloren gehen.
„Fürchte dich nicht – vor allem vor mir nicht!“ Diese Zusage Gottes kann man sich und anderen nicht oft genug sagen, lesen, flüstern, singen. „Ich habe dich geschaffen. Ich habe um dich gerungen und dich wiedergefunden, als du dich selbst schon verloren hattest. Mich kannst du nicht verlieren.“
Natürlich hat Angst ihre Berechtigung, wenn sie uns vor Übermut und Hochmut schützt. Aber Furcht kann uns völlig lähmen, jeden weiteren Schritt behindern, jede Begegnung verunmöglichen und jedes Lächeln ausschalten. Um Menschen zu begegnen, müssen wir Furcht ablegen. Um Menschen zu helfen, müssen wir Furcht ablegen. Um Mensch zu bleiben, müssen wir Furcht ablegen.
Wie das geht, in so furchterregenden Zeiten? Indem wir uns unserer Freiheit sicher sind. Die Freiheit, die uns Gott zum Leben schenkt: „Ich habe dich erlöst. Die Furcht um das Heute und dein Morgen hat nicht die Kraft, dich zu fesseln. Ich, dein Gott bin stärker. Daher: Lach sie aus, die Furcht! Spring über die Mauer. Letztlich zählt unsere Verbundenheit: Ich bin dein und du bist mein.“

Bild von Wendy Pitts Reeves auf Pixabay

PD Dr. Christine Siegl
Augustana-Hochschule, Neuendettelsau
