26. JULI 2026

Gedanken zum 8. Sonntag nach Trinitatis

„Wandelt als Kinder des Lichts; die Frucht des Lichts ist lauter Güte und Gerechtigkeit und Wahrheit.“ (Epheserbrief 5,8b.9)

 

Der Schreiber des Epheserbriefes fordert seine Leser dazu auf, so zu leben, dass sie als „Kinder des Lichts“ sichtbar und erkennbar sind. Er motiviert die jungen Christen mit den guten Folgen dieses Lebensstils. Denn „Frucht des Lichts“ werden Güte, Gerechtigkeit und Wahrheit sein. Diese Früchte sind nicht nur damals, sondern auch heute gefragt. Von uns Christen, aber auch von allen anderen Menschen guten Willens.

 

Güte zeigt sich, in dem wir anderen Menschen wohlwollend begegnen. In manches Gespräch gehen wir mit unseren vorgefertigten Meinungen und Vorstellungen. Güte würde sich zeigen, wenn wir uns davon freimachen und offen in ein Gespräch gehen. Nur so können wir Neues beim Anderen entdecken – und unser Blick auf die Welt könnte neu und gutmütiger sein.

 

Gerechtigkeit zeigt sich, wenn wir die Armut bei Kindern, Jugendlichen, Erwachsenen und alten Menschen verringern und nicht die Menschen „bekämpfen“ und „klein machen“ - sondern auf die Fähigkeiten der Menschen schauen und miteinander erkennen, welcher Weg aus der Armut diesem Menschen „vor unserer Nase“ möglich erscheint.

 

Wahrheit zeigt sich, wenn wir Fakten ernst nehmen und daran unser Handeln ausrichten -

und nicht „Falschmeldungen“ hinterherlaufen oder uns „zurück in die Vergangenheit“ bewegen.

 

Gütiger, gerechter, wahrer Gott,

hilf mir,

bei allem Ernst der Lage,

dass wir weiterhin miteinander lachen,

sei bei mir,

an jedem Morgen und an jedem Tag,

um frohgemut durch den Tag zu gehen

als ein Kind des Lichts.

Amen.

Peter Nagel

Ehrenamtlicher Bahnhofsmission Mobil

Hildesheim