Fremde werden deine Mauern bauen, und ihre Könige werden dir dienen. Denn in meinem Zorn habe ich dich geschlagen, aber in meiner Gnade erbarme ich mich über dich. (Jesaja 60,10)
Kraftvolle Worte sind es, die der Prophet Jesaja an das Volk Israel richtet, das sich im Babylonischer Gefangenschaft befindet. Gott hat sein Volk gestraft, die Stadt Jerusalem und der Tempel liegen in Schutt und Asche, seine Bewohner sind verschleppt ins Exil. Trauer, Ohnmacht und Verzweiflung mögen geherrscht haben unter den Israeliten, wenig Gottvertrauen und kaum Hoffnung auf eine bessere Zukunft.
Aber just diese stellt Ihnen der Prophet nun mit seiner Weissagung in Aussicht. Zion soll wiederaufgebaut werden, prächtiger denn je. Helfen werden dabei Fremde und sogar deren Könige werden sich in den Dienst des Wiederaufbaus stellen und der Stadt Jerusalem neue Vielfalt und neuen Reichtum bescheren.
Welch eine Wendung, es ist nicht Gottes Zorn der bleibt, sondern seine Liebe zu den Menschen und seine Barmherzigkeit, die Jerusalem wieder auferstehen lassen.
Nicht wenige unserer Gäste in den Bahnhofsmissionen befinden sich im übertragenen Sinn in einer ähnlich hoffnungslosen Situation, wie die Juden in Babylon, haben Vertrauen verloren, sind in ihrem Selbstwert erschüttert und fühlen sich schutzlos und ausgeliefert. Vermitteln wir Ihnen durch unsere Zuwendung, dass auch sie zum Volk Gottes gehören, sich seiner Gnade gewiss sein können und stärken wir sie in ihrer Hoffnung auf eine bessere Zukunft.
Diese wünsche ich uns allen!
Herzlich Ihr
Christian Bakemeier

Christian Bakemeier
Evangelische Geschäftsführung
Bahnhofsmission Deutschland e.V.
