13. SEPTEMBER 2026

Gedanken zum 15. Sonntag nach Trinitatis

Alle eure Sorgen werft auf ihn, denn er sorgt für euch. (1.Petrusbrief 5,7)

 

Diese Worte könnten wir so lesen, als wären sie eine Einladung,  völlig sorglos in den Tag zu leben. Man könnte auch sagen, eine Einladung, einfach so drauf los zu leben, frei nach dem Motto; „Was kost‘ die Welt, hoppla, jetzt komm ich“.

 

Wenn man sich die Worte im 1. Petrusbrief jedoch im Zusammenhang anschaut, dann merkt man schnell, dass es sich um Worte handelt, die an Menschen gerichtet sind, die Verantwortung übernehmen, Verantwortung für sich selber, Verantwortung für anvertraute Menschen, Verantwortung für Mitmenschen und Ihr Wohl. Christen sind Menschen, die Verantwortung übernehmen. Zunächst ganz praktisch für die Menschen in unserer Nähe, die zu uns kommen und die sich an uns wenden. Verantwortung zu übernehmen heißt darauf zu achten, was den anderen Menschen gut tut. Und da fangen oftmals schon die Probleme an, die einem Sorgen bereiten können. Weiter geht es mit der Verantwortung, die wir übernommen haben,  schließlich mit der Verantwortung für diese Welt. Da wissen wir manchmal vor lauter Sorgen nicht, was wir tun sollen.

 

Petrus, der viel von Sorgen, die das Leben bereiten kann, versteht, ermuntert dazu, bescheiden, im Vertrauen auf Gott, mutig das zu tun, was uns unser Herz empfiehlt. Nur so werden wir die Fülle des Lebens erleben, selbst dann, wenn es uns nicht unmittelbar zum eigenen Vorteil gereicht. Gott wird dazu letztendlich das Gelingen geben.

 

Pfr. i. R. Klaus-Dieter Kottnik

Vorsitzender Bahnhofsmission Deutschland